Informationen wirken verzögert
Gute Nachrichten werden selten sofort vollständig eingepreist. Institutionelle Investoren steigen schrittweise ein. Dadurch entsteht ein anhaltender Trend.
Viele glauben, Momentum bedeutet „eine Aktie ist gestiegen". Das ist falsch. Momentum bedeutet: Eine Aktie entwickelt sich besser als der Markt und besser als ihre Vergleichsgruppe. Es geht nicht um absolute Performance – sondern um relative Stärke.
Eine Aktie kann steigen und trotzdem schwach sein. Oder fallen und trotzdem stärker sein als der Markt. Entscheidend ist der Vergleich.
Alle drei Aktien im selben Zeitraum und Marktumfeld. Starkes Momentum: Kapital fließt gezielt hinein. Schwaches Momentum: Kapital wird eher abgezogen.
Momentum ist einer der am besten dokumentierten Effekte in der Finanzforschung. Aber der Grund ist nicht kompliziert: Es ist menschliches Verhalten.
Gute Nachrichten werden selten sofort vollständig eingepreist. Institutionelle Investoren steigen schrittweise ein. Dadurch entsteht ein anhaltender Trend.
Steigende Kurse erzeugen Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit erzeugt Kapitalzuflüsse. Kapitalzuflüsse verstärken den Trend.
Viele Anleger nehmen Gewinne zu schnell mit. Verlierer werden dagegen oft zu lange gehalten. Das verstärkt strukturell die relative Stärke der Gewinner.
Die Entwicklung der letzten 12 Monate, ohne den letzten Monat. Das filtert kurzfristige Übertreibungen heraus. Es zeigt die nachhaltige Entwicklung.
Wie stark ist die Aktie im Vergleich zu ihrer Branche? Eine Aktie, die ihren Sektor schlägt, zeigt strukturelle Stärke.
Beschleunigt sich die Bewegung aktuell? Oder verliert sie an Kraft? Momentum ist nicht nur Richtung — sondern auch Geschwindigkeit.
Momentum ist nicht in jedem Markt gleich stark. Im Bullenmarkt wird es verstärkt. Im Bärenmarkt wird es gedämpft.
Beispiel — Starkes Momentum-Signal
Viele kaufen erst, wenn eine Aktie bereits stark in den Medien ist. Zu diesem Zeitpunkt ist der Großteil der Bewegung oft bereits passiert. Momentum entsteht vorher — nicht danach.
Ein starker Trend in einem schwachen Markt ist instabil. Deshalb wird Momentum immer im Kontext des Gesamtmarkts bewertet.
Momentum dreht. Oft schneller als erwartet. Wer alte Gewinner einfach weiter hält, ohne Signalprüfung, ignoriert diesen Bruch.
depotkompass kombiniert Momentum mit Trend, Breakout und Marktregime täglich zu einem klaren Signal – nicht als Prognose, sondern als strukturiertes Abbild von Marktverhalten.